Hatte Ihr Hund nun wirklich einen Unfall oder Sie treffen auf ein verletztes Tier sollten Sie wissen, dass ein Hund (genau wie der Mensch) einen Schock haben kann: !!! 

Der Schock ist ein lebensbedrohlicher Zustand !!!

Sein Erkennen und seine vorrangige Behandlung müssen bei der ERSTEN HILFE immer an 1. Stelle stehen.

Was verursacht einen Schock ?

-         größere Blutverluste

-         Vergiftungen

-         großflächige Hautdefekte (Verbrennungen)

-         schwere allergische Reaktionen

-         starke Schmerzen

-         Extreme psychische Belastungen (schlimme Beißereien oder Unfälle)

Bei jedem verletzten oder erkrankten Tier besteht die Möglichkeit einer Entwicklung zum Schockzustand !!!

Wie erkennt man einen Schock ?

Schockzustände gibt es in verschiedenen Graden, deren Symptome einzeln oder in Kombination auftreten können.

1.      Der Hund macht einen leicht abwesenden und geschwächten Eindruck, sofern er bei Bewusstsein ist. Er kann auch etwas unsicher oder taumelig laufen. Bei schweren Schockzuständen können die Tiere zusammenbrechen oder auch bewusstlos sein.

2.      Häufig ist Zittern oder Schüttelfrost zu beobachten.

3.      Die äußeren Körperteile (Ohren, Pfoten, Schwanzspitze) fühlen sich kalt an.

4.      Die Atmung ist flach und beschleunigt (Hecheln oder schnelle Atmung bei geschlossenem Fang.

5.      Die sichtbaren Schleimhäute sind blaß, fast weiß (Zunge, Zahnfleisch)

6.      Das Herz schlägt sehr schnell. Wenn Sie den Puls am Innenschenkel (Oberschenkel) nicht tasten können, fühlen sie den Herzschlag auf der linken Brustseite 4 – 5 cm hinter dem Ellenbogen. Finger zwischen 2 Rippen legen. Zählen sie 10 Sekunden lang und multiplizieren sie mit 6.

(Normalwerte in Ruhe:   große Hunde ca. 80 Schläge/Min.

                                        kleine Hunde und Welpen ca. 80 – 120 Schläge/Min.)

Es können Werte von 150 bis über 200 Schläge/Minute möglich sein !

Erste Hilfe beim Schock

1.      Legen sie den Hund auf die Seite, möglichst auf eine Decke (Jacke)

2.      Strecken Sie seine Kopf und sorgen Sie dafür, dass er gut atmen kann, ggf. Öffnen des Fanges und Hervorziehen der Zunge.

3.      Lagern Sie den hinteren Körperteil und die Beine hoch durch unterlegen von Decken etc.

4.      Legen Sie eine Wärmeflasche, die Sie in ein Tuch gewickelt haben (um Verbrennungen zu vermeiden) vor den Bauch des Tieres.

5.      Starke sichtbare Blutungen stillen.

6.      Wickeln Sie den Hund in eine Decke

7.      Schnellster Transport zum Tierarzt !!!